8. Werkstattrat

Die Wahrnehmung des Amts als Werkstattrat erfordert umfangreiche Kenntnisse und politisches Gespür von seinen Trägern. Das Rüstzeug hierfür kann man sich auf speziellen Seminaren - etwa denen des DGB-Bildungswerks NRW e.V. - verschaffen. Die Werkstattmitwirkungsverordnung gewährt dafür sowohl das Recht auf bezahlte Freistellung als auch einen Anspruch auf Übernahme der Kosten.

Werkstatträte haben nach Werkstattmitwirkungsverordnung einen Anspruch auf bezahlte Arbeitsbefreiung für die Teilnahme an Schulungsveranstaltungen, sofern diese Wissen vermitteln, das für die Arbeit als Werkstattrat benötigt wird. Die maßgebliche Vorschrift in der Werkstattmitwirkungsverordnung ist § 37. Danach kann jedes Werkstattratsmitglied ohne Minderung des Entgelts während der Arbeitszeit an Schulungsveranstaltungen teilnehmen, sofern diese Kenntnisse vermitteln, die für seine Arbeit erforderlich sind. Sofern die Erforderlichkeit besteht, ist der Anspruch unbegrenzt. Der Hinweis in der Vorschrift auf 10 Tage Schulungsteilnahme pro Amtszeit und Mitglied bzw. 20 Tage in der ersten Amtszeit ist irreführend, weil er an eine Begrenzung erinnert. Die ist jedoch nicht gemeint, da diese zeitlich definierten Ansprüche "unbeschadet" der generellen Regelung in Satz 1 der Vorschrift bestehen.

   

Inhalt

         Erforderliche Veranstaltungen

         Auswahl der Veranstaltung

         Freigestellte Vorsitzende

         Beschluss

         Mitteilung an die Werkstatt

         Betriebliche Belange

         Erforderlichkeit

               Erforderlichkeit - Schulungsinhalt

               Erforderlichkeit - Anlass

               Erforderlichkeit - Persönlich

         Mischveranstaltung

         Checkliste Erforderlichkeit

         Dauer/Verhältnismäßigkeit

         Durchsetzung

         Beschlussmuster § 37 Abs. 4 WMVO

         Mitteilung an die Werkstattleitung