ADVITA: ARBEITEN IN DER DV/IT BRANCHE: ALTERNSGERECHT

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Das Projekt zur Beschäftigungsfähigkeit in der IT-Branche vom DGB-Bildungswerk NRW e.V. und der Technologieberatungsstelle beim DGB in NRW e.V. wurde vom 01.07.2009  bis 31.12.2010 durchgeführt.

Worum ging es?

Unternehmen der Software-Branche und Betriebe mit kundennahen technikgestützten Dienstleistungen sind einer hohen Veränderungsdynamik unterworfen. Angesichts alternder Belegschaften und Fachkräftemangel in einem dynamischen Arbeitsfeld stellt sich den Unternehmen die Frage, wie die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter/innen erhalten und gestärkt werden kann. Um wachsende Anforderungen an Innovationsfähigkeit und Eigenverantwortung erfüllen zu können, bedürfen Mitarbeiter/innen betrieblicher Unterstützung. Dabei präsentierte der BVSI (Verband selbständiger Informatiker) im Januar 2007 als Schlagzeile auf seiner Internetseite den Slogan „jung, jünger, IT“, der kurz und prägnant eine extreme Besonderheit dieser Branche zum Ausdruck bringt. „In der Branche gilt als „älter“, wer die 40 Jahre überschritten hat.“ (E. Reel: Kompetenzentwicklung von ausländischen IT-Experten, Berlin 2001, S. 22). Gerade die Kombination aus Fachkräftemangel auf der einen Seite und zunehmend älter werdenden Beschäftigten auf der anderen Seite, lässt erkennen, dass dringend an betrieblichen Lösungen gearbeitet werden sollte.
 

Was war das Ziel des Projektes:

Ziel des Projektes war es, die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter/innen bezogen auf die Besonderheiten dieser Branche durch betriebliche und überbetriebliche Maßnahmen zu verbessern und dafür entsprechende Instrumente zu entwickeln.
Hierzu wurden Instrumente zur Analyse und Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit in Verbindung mit Instrumenten der Bildschirmarbeitsplatzanalyse und der Checklisten für mobile Arbeit für die DV-/IT-Branche (branchenspezifisch) (weiter)entwickelt, erprobt und einer breiten Unternehmensöffentlichkeit zugänglich gemacht.
 

Mit welchen Maßnahmen sollten die Ziele erreicht werden?

  • Altersstrukturanalysen
  • Analysen der Belastungen und Beanspruchungen (demoBiB-UnternehmensCheck /SelbstCheck)
  • Selbstcheck Mobiles Arbeiten
  • Anpassung von Instrumenten zur altersgerechten  Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen
  • Entwicklung betriebsadäquater Lösungen unter Einsatz beteiligungsorientierter Verfahren
  • Erprobung von vor Ort umsetzbarer Maßnahmen
  • Austausch zwischen Betrieben und Unterstützung überbetrieblicher Lösungen
  • Transfer

Zwei Probleme erschweren in der Branche weiblichen Beschäftigten die dauerhafte Tätigkeit: angemessene Arbeitszeitmodelle und die Zunahme mobiler Arbeit auch mit längeren Aufenthalten bei weiter entfernten Kunden. Diese beiden Aspekte, die die Perspektiven weiblicher Beschäftigter betreffen, die in der betreffenden Branche nur gering vertreten sind, sollen für die Organisationsentwicklung besonders aufgegriffen werden (Gender Mainstreaming).
 

Wer war beteiligt?

Direkt beteiligt waren neben den Einrichtungen DGB-Bildungswerk NRW e.V. und TBS NRW e.V. 6 Unternehmen aus NRW.


Das Projekt ADVITA, Arbeiten in der DV/IT Branche: Alternsgerecht hat am 01.07.09 begonnen und lief bis zum 31.12.2010. Es wurde finanziell unterstützt durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) und das Land Nordrhein-Westfalen.

 

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