HAUS 5: BEWAHRUNG, DEPORTATION, THERAPIE?!

Besuch des psychiatriegeschichtlichen Dokumentationszentrums Haus 5 in Düren als Zeitzeugnis gesellschaftlicher Phänomene und Veränderung

Im Jahr 1900 wurde das Haus 5 auf dem Gelände der Rheinischen Kliniken als Bewahrungshaus für psychisch kranke Straftäter*innen in Düren eingerichtet, die dort mit heute nicht mehr nachvollziehbaren Methoden »therapiert« wurden.
Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde das Haus 5 genutzt, um Gegner*innen wie zum Beispiel Kommunist*innen und Homosexuelle oder auch als schwachsinnig bezeichnete Menschen dort einzusperren, um sie dann anschließend in die Konzentrationslager zu deportieren.
Heute ist es ein Haus der Geschichte, das diese aufarbeitet und für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt wird.

Das Seminar vermittelt den Teilnehmenden am Beispiel des Hauses 5 der Klinik die historisch-gesellschaftlichen Entwicklungen und Phänomene im Verlauf des Zeitgeschehens und liefert durch Begegnung und Austausch Motivation, Ideen und Handlungsoptionen, um menschenfreundliches Miteinander, die Vielfalt und die Demokratie als Maßstab für eine friedliche und faire Gesellschaft zu wahren.

Themen

  • Rundgang mit historischem Rückblick auf die Geschichte der LVR-Klinik Düren
  • 1900-1945: Leidensweg der Menschen, die in Haus 5 inhaftiert waren
  • Haus 5 als mahnendes Zeitzeugnis, Vielfalt, Demokratie und Menschlichkeit für eine friedliche und faire Gesellschaft zu wahren

Die Veranstaltung beginnt um 10.00 Uhr und endet gegen 15.00 Uhr.

Seminarnummer
K10-198341-207
Termin
22.06.2019
Seminarort
Düren - LVR-Klinik Düren
Übernachtung
Ja
Teilnahmegebühr
Es wird keine Teilnahmegebühr erhoben.
Referent*in
Thomas Hax-Schoppenhorst
Zielgruppen
Gewerkschaftsfunktionär*innen
Status
Plätze vorhanden

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ANSPRECHPARTNER*IN
Tina Walner
Teamassistentin
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