Seminare für die Schwerbehindertenvertretung (SBV)

Kompetenter Einsatz für die Rechte der schwerbehinderten Kolleginnen und Kollegen!

Unsere Seminare führen wir in Kooperation mit der IG Metall (für Beschäftigte im Bereich von Industrie und Handwerk), in Kooperation mit ver.di.(für Beschäftigte im Dienstleistungsbereich) oder gemeinsam mit der Technologieberatungsstelle des DGB NRW (TBS) durch. Eine Gewerkschaftsmitgliedschaft ist dennoch keine Voraussetzung für die Seminarteilnahme.

SBV-Seminare nach Kooperationen im Überblick:

 
In Kooperation mit der IG Metall
 
In Kooperation mit ver.di
 
von profis für profis

 

Schon gewusst? Die Eingliederung Schwerbehinderter ist nicht nur eine Aufgabe der Schwerbehindertenvertretung. Zuständig nach § 176 SGB IX sind auch Betriebs- und Personalräte. Daher müssen auch sie sich diese Kenntnisse im Schwerbehindertenrecht aneignen.

Wahl der Schwerbehindertenvertretung: 1. Oktober bis 30. November 2022

  • Für die SBV-Wahlen (oder korrekter die Wahl der Vertrauensleute der Schwerbehindertenfür die Wahl der Schwerbehindertenvertretung) gibt es einen gesetzlich festgelegten, regelmäßigen Turnus : Alle vier Jahre finden die regelmäßigen Wahlen in der Zeit vom 1. Oktober bis 30. November statt (§ 177 SGB IX Abs. 5). Die nächsten Schwerbehindertenwahlen werden turnusmäßig in diesem Jahr durchgeführt.
  • Wählbar sind alle, die am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben und dem Betrieb/der Dienststelle seit 6 Monaten angehören (eine Ausnahme besteht, wenn der Betrieb/die Dienststelle erst seit weniger als einem Jahr existiert).
  • Um gewählt werden zu können, muss man keinen Schwerbehindertenstatus haben.
  • Bei den SBV-Wahlen wird zwischen zwei Wahlverfahren unterschieden,
    • dem vereinfachtes Wahlverfahren (in Betrieben mit weniger als 50 Wahlberechtigten) und
    • dem förmlichen Wahlverfahren (in Betrieben mit mehr als 50 Wahlberechtigten bzw. in Betrieben mit räumlich weit auseinanderliegenden Betriebsteilen).

Wir bieten unsere Wahlvorstandsschulungen in Kooperation mit Einzelgewerkschaften an. Gewerkschaftsmitgliedschaft ist jedoch keine Teilnahmevoraussetzung.

SBV-Wahlen 2022: Schulung für Wahlvorstandsmitglieder

Wahlvorstandsschulungen in Kooperation mit der IG Metall

Wahlvorstandschulungen in Kooperation mit ver.di

SBV-Wahl_verdi_2022

Die Systematik unserer Fortbildungen für die SBV in Kooperation

Die Einstiegsseminare für alle Mitglieder der Schwerbehindertenvertretung sind:

Den Schwerpunkt Betriebliches Eingliederungsmanagement haben die beiden Seminare:

Immer aktuell finden sich in unserem Seminarfinder weitere Angebote für Schwerbehindertenvertretungen, wie z.B.

  • Aktuelle Rechtsprechung zum Schwerbehindertenrecht
  • Widerspruchsverfahren nach dem SGB IX
  • Wahlvorstandsschulungen SBV

Die Einstiegsseminare für alle Mitglieder der Schwerbehindertenvertretung im Bereich der IG Metall: "Teilhabepraxis I - III"

Darauf aufbauend folgen weitere Seminare wie

  • Qualitätsansprüche an das betriebliche Eingliederungsmanagement
  • Aktuelle Rechtsprechung im Kontext der Schwerbehindertenvertretung
  • Die "SBV-Tage"
  • Wahlvorstandsschulungen SBV

Und hier alle Seminare speziell für SBV-Angelegenheiten im Bereich der Kooperation mit der IG Metall.

Für spezifische bezirksweite SBV-Seminare und SBV-Tagungen ist Dietrich Scheibe, Tel. 0211 / 175 23 – 180, Mail an Dietrich Scheibe,  Ansprechpartner.

Unter dem Titel "von profis für profis" führen wir in Kooperation mit den Expert*innen der TBS NRW u.a. auch Seminare zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement mit wechselnden Schwerpunkten durch: BEM-Seminare "von profis für profis"

Wissenswertes rund um die SBV

Das Sozialgesetzbuch IX (SGB IX) gibt den Mitgliedern der Schwerbehindertenvertretung (SBV) aus guten Gründen ein Recht auf Freistellung für die Teilnahme an Schulungsveranstaltungen. Die Vertrauenspersonen der Schwerbehinderten haben nach § 179 Abs. 4 S. 3 SGB IX  Anspruch auf bezahlte Freistellung von der Arbeit für die Teilnahme an Schulungsveranstaltungen, auf denen Kenntnisse vermittelt werden, die für die Arbeit der SBV erforderlich sind. Die Kosten für diese Fortbildungen muss der Arbeitgeber tragen.

Das Mitglied der Schwerbehindertenvertretung entscheidet dabei selbst, auf welche Schulung es geht.

Alle Informationen, links auf Gesetze und Urteile zum Thema Freistellung für Mitglieder der Schwerbehindertenvertretung finden Sie in unserem Freistellungsratgeber.

Für die Wahl der Schwerbehindertenvertretung gibt es einen gesetzlich festgelegten, regelmäßigen Turnus (§ 177 SGB IX Abs. 5): Alle vier Jahre finden die regelmäßigen Wahlen in der Zeit vom 1. Oktober bis 30. November statt. Die nächsten Schwerbehindertenwahlen werden turnusmäßig 2022 durchgeführt. Außerhalb dieses Zeitraumes wird nur gewählt, wenn

  • das Amt der Schwerbehindertenvertretung vorzeitig erlischt und ein stellvertretendes Mitglied nicht nachrückt,
  • die Wahl mit Erfolg angefochten worden ist

oder

  • eine Schwerbehindertenvertretung noch nicht gewählt ist.

Wählbar sind alle, die am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben und dem Betrieb/der Dienststelle seit 6 Monaten angehören (eine Ausnahme besteht, wenn der Betrieb/die Dienststelle erst seit weniger als einem Jahr existiert). Und: Um gewählt werden zu können, muss man keinen Schwerbehindertenstatus haben.

Sinkt die Zahl der Schwerbehinderten im Betrieb/in der Dienststelle später unter die für die Wahl notwendige Zahl von fünf Personen bedeutet das nicht, dass das Amt der Schwerbehindertenvertretung vorzeitig erlischt.

Die Wahl wird entweder nach dem förmlichen oder nach dem vereinfachten Wahlverfahren durchgeführt. Zwischen den beiden Wahlverfahren gibt es keine freie Auswahl: §§ 1 ff. der Wahlordnung Schwerbehindertenvertretungen  (SchwbVWO) regelt das förmliche Wahlverfahren, das in Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten angewendet werden muss.

Vor den Wahlen führen wir Schulungen für Wahlvorstandsmitglieder sowohl nach dem förmlichen, als auch nach dem vereinfachten Wahlverfahren durch.

Die Vertrauenspersonen der Schwerbehinderten besitzen gegenüber dem Arbeitgeber den gleichen Kündigungsschutz wie die Mitglieder des Betriebs- oder des Personalrates (§ 179 Abs. 3 Satz 1 SGB). Das stellvertrende Mitglied der SBV genießt entsprechend bezogen auf den Kündigungsschutz die gleiche persönliche Rechtsstellung wie die Ersatzmitglieder des Betriebs- oder Personalrates. 

SCHON GEWUSST? Mitbestimmung bei konkreter Gefährdung: Der Betriebsrat darf im Gesundheitsschutz bereits ohne Vorliegen einer konkreten Gefährdung und nicht erst bei einer konkreten Gesundheitsgefahr mitbestimmen. Voraussetzung dafür ist eine Gefährdungsbeurteilung. Eine Einigungsstelle hat nicht das Recht, selbst zu ermitteln, ob eine konkrete Gefahr vorliegt. Vgl. BAG, Beschluss vom 28.03.2017 – 1 ABR 25/15

Diese Seite empfehlen:        
Diese Seite drucken: