Seminare für Personalräte

Der Personalrat vertritt die Interessen der Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Damit Sie als Personalrätin oder Personalrat Entscheidungen kompetent und rechtssicher treffen können benötigen Sie rechtliche Kenntnisse, die für alle Mitglieder des Personalrates erforderlich sind. Zudem sollte der Personalrat als Gremium auf Expert*innen für Spezialthemen aus den eigenen Reihen zurückgreifen können. Schulungen von Personalratsmitgliedern sind deshalb nicht nur hilfreich, sondern auch erforderlich. Hier finden Sie unser Seminarangebot für Personalräte im Überblick.

Übrigens, wussten Sie schon, dass auch langjährig tätige Personalratsmitglieder an Grundlagenschulungen teilnehmen können, selbst wenn sie schon mal teilgenommen haben?

 

Hier geben wir eine Orientierung über die relevanten Seminartypen

Bei den Wahlvorstandsschulungen unterscheiden wir zwischen den Fortbildungen für die Wahlen der Beschäftigten des Landes (nach Landespersonalvertretungs-Gesetz) und des Bundes (nach Bundespersonalvertretungs-Gesetz) und bieten spezielle Schulungen zu den Wahlen der Beschäftigten der Bundesagentur für Arbeit und der Jobcenter.

Hier geht es zu unserer Seite für Informationen rund um die Wahlvorstandsschulungen 2020

Ihr Basiswissen zur kompetenten und rechtssicheren Anwendung des TVöD in der betrieblichen Praxis:

 

Ihr Basiswissen zur kompetenten und rechtssicheren Anwendung des TV-L in der betrieblichen Praxis:

Was Personalräte wissen wollen – wir beantworten alle wichtigen Fragen

 

Personalräte sind einseitige Interessenvertretungen der Beschäftigten. Sie sichern die betrieblichen, sozialen und demokratischen Rechte der Beschäftigten durch ihre Beteiligungsrechte. Diese reichen von der Information über Anhörungen und Mitwirkung bis hin zur Mitbestimmung. Manche Maßnahmen sind nur mit der ausdrücklichen Zustimmung der Personalräte durchführbar.
Das Direktionsrecht der Arbeitgeber wird dadurch eingeschränkt. Personalräte sorgen dafür, dass die Belange der Beschäftigten nicht unter die Räder kommen. Personalräte schützen die zugunsten der Beschäftigten bestehenden Normen in der Dienststelle, sie überwachen deren Einhaltung und gestalten die betrieblichen Arbeitsabläufe durch ihre Initiativrechte.
In Dienststellen kann alles passieren, aber nichts ohne Personalräte!

Personalratsfähig sind alle Dienststellen, in denen mindestens 5 Wahlberechtigte beschäftigt werden.
„Dienststelle“ umfasst Verwaltungen, Eigenbetriebe, Krankenhäuser, Stiftungen, Gemeinden, Hochschulen, Schulen, Gerichte, Anstalten öffentlichen Rechts.
Entscheidend ist, dass die Dienststellenleitung selbständig personelle, soziale, organisatorische und innerdienstliche Angelegenheiten entscheiden kann und damit die Personalräte beteiligen muss. Dies gilt auch, wenn dabei Weisungen übergeordneter Stellen beachtet werden müssen.
Dienststellen können auch in allen mehrstufigen Verwaltungsorganisationen bestehen.
Nebenstellen können zu selbständigen Dienststellen erklärt werden.

Der Personalrat als Gremium kann seine gesetzlichen Aufgaben nur sachgerecht und effektiv erfüllen, wenn bei allen seinen Mitgliedern ein Mindestmaß an Wissen über Rechte und Pflichten einer Interessenvertretung vorhanden ist. Personalräte müssen geschult sein, denn sie haben eine Verantwortung gegenüber den Beschäftigten. Sie müssen gut informiert sein und ihre Handlungsmöglichkeiten kennen und praktisch umsetzen können. Der Gesetzgeber „gewährt“ nicht nur ein Recht auf Fortbildung. Erforderliche Schulungen sind auch eine Pflicht.

Der § 42 Abs. 5 LPVG NRW  für Beschäftigte im Geltungsbereich des LPVG bzwl. der § 46 Abs. 6 BPersVG für Beschäftigte im Geltungsbereich des BPersVG regeln das Recht der Mitglieder des Personalrates auf Teilnahme an Schulungs- und Bildungsveranstaltungen - vom Dienst freigestellt und  bei Fortzahlung der Bezüge -  soweit  Kenntnisse vermittelt werden, die für die Tätigkeit im Personalrat erforderlich sind. Was das genau heißt und was zu beachten ist, wird in unserem Freistellungsratgeber für Personalräte erläutert.

Unsere Einsteigerseminare sind das Seminar LPVG NRW: Einstieg leicht gemacht Einführung und Überblick (PR 1) bzw das Seminar BPersVG: Einstieg leicht gemacht (PR 1) Einführung und Überblick. Hier beraten wir Sie auch über weitere Fortbildungsmöglichkeiten und Ihr Recht auf Freistellung.

Wer an unseren Seminaren als gesetzliche Interessenvertretung teilnimmt darf zurecht erwarten, dass besonders effektiv gelernt wird und alle wollen direkt Verwendbares für die Praxis haben. Gleichzeitig soll Lernen erlebnisreich sein und die eigene Persönlichkeit weiterentwickeln.
Wir erfüllen diese Ansprüche mit inhaltlicher, konzeptioneller und methodischer Professionalität.
Wir visualisieren konsequent was wir diskutieren. Wir aktivieren und schaffen positives Lernklima.
Wir referieren mit Input-Folien, erläutern diese und  lassen ausreichend Zeit für Diskussionen, Fragen und Bemerkungen und wir erarbeiten konstruktiv und in kleinen selbständigen Gruppen mit praktischen Fällen aus dem Arbeitsleben und aktueller Rechtsprechung. Unser roter Faden ist die Verbesserung Ihrer Handlungsfähigkeiten als Interessenvertretung der Beschäftigten. Bei uns lernen sie die rechtssichere Anwendung ihrer Beteiligungsrechte für die betriebliche Alltagspraxis.

Als Mitglied des Personalrats haben Sie einen Anspruch auf bezahlte Freistellung von der Arbeit, um sich für Ihre Tätigkeit qualifizieren zu können. Dieser Anspruch ist unterschiedlich geregelt, je nachdem, ob Sie die Interessen von Beschäftigten im öffentlichen Dienst des Bundes (Bereich des BPersVG) oder von Beschäftigten im öffentlichen Dienst des Landes NRW (Bereich des  LPVG NW) vertreten.

Im Anwendungsbereich des Bundespersonalvertretungsgesetzes (BPersVG) haben Sie zudem zwei unterschiedliche Ansprüche auf bezahlte Freistellung: einen für "erforderliche" Schulungsveranstaltungen nach § 46 Abs. 6 BPersVG und einen für "geeignete" Schulungsveranstaltungen nach § 46 Abs. 7 BPersVG.

Die Kosten für die erforderlichen Schulungen trägt der Dienstherr, die der geeigneten Schulungen gehen zu Lasten der Teilnehmenden.
Beide Arten von Freistellung sind nicht nur an unterschiedliche Voraussetzungen geknüpft, sondern werden auch auf verschiedenen Wegen realisiert.

Das Landespersonalvertretungs-Gesetz kennt nur die Teilnahme an der erforderlichen Schulungsveranstaltung nach § 42 Abs. 5 LPVG NW

Alle Feinheiten werden in unserem Freistellungsratgeber erläutert:

Hier erfahren Sie alles Notwendige über die Freistellung nach dem BPersVG.

Hier erfahren Sie alles Notwendige über die Freistellung nach dem LPVG.

ANSPRECHPARTNER

Sascha Steffens
Bildungsreferent
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