FACHTAG 2026 „SCHULE OHNE RASSISMUS – SCHULE MIT COURAGE“

Ankerpunkte setzen – Rassismuskritik als fester Bestandteil schulischer Praxis

Schulen in Nordrhein-Westfalen sind Orte gelebter Vielfalt. In vielen Klassen lernen Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Sprachen, Familiengeschichten und Erfahrungen gemeinsam. Diese Vielfalt ist eine Stärke – zugleich zeigen aktuelle Studien, dass Rassismus auch in schulischen Kontexten präsent ist und von Betroffenen als Teil des Alltags beschrieben wird.
Für viele Kinder und Jugendliche äußert sich Rassismus nicht nur in offenen Konflikten, sondern insbesondere in subtilen Formen der Ausgrenzung: etwa durch wiederholtes Falsch-Aussprechen von Namen, niedrigere Leistungserwartungen, stereotype Zuschreibungen oder fehlende Repräsentation im Unterricht. Solche Erfahrungen können das Zugehörigkeitsgefühl zur Schule und das Vertrauen in Bildungsinstitutionen nachhaltig beeinträchtigen sowie negative Selbstbilder verstärken.
Gleichzeitig wird deutlich, dass rassistische Diskriminierung nicht allein auf individuelle Einstellungen zurückzuführen ist. Auch schulische Routinen, Strukturen und Entscheidungsprozesse können dazu beitragen, dass Personen marginalisierter Gruppen benachteiligt werden. Rassismuskritik ist daher eine Querschnittsaufgabe, die Schulentwicklung, Unterricht und professionelles Handeln gleichermaßen betrifft.
Zugleich stehen Schulen vor neuen Herausforderungen: Rassistische und rechtsextreme Narrative gewinnen – auch im Kontext digitaler Medien – an Sichtbarkeit und wirken in den schulischen Alltag hinein. Pädagogische Fachkräfte sind daher zunehmend gefordert, angemessen zu reagieren und demokratische Haltungen zu stärken.
Der Fachtag „Ankerpunkte setzen – Rassismuskritik als fester Bestandteil schulischer Praxis“ greift diese Entwicklungen auf und schafft Raum für fachlichen Austausch und praxisnahe Auseinandersetzung. Die angebotenen Workshops vertiefen unterschiedliche Aspekte rassismuskritischer Bildungsarbeit – von der Reflexion professioneller Haltung über den Umgang mit konkreten Vorfällen bis hin zu Fragen von Prävention und demokratischer Bildung im Kontext aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen.
Dabei gehen wir insbesondere den folgenden Fragen nach:
Was ist eigentlich Rassismus und was habe ich damit zu tun? Inwiefern trägt künstliche Intelligenz zur Reproduktion und Verbreitung rassistischer Narrative bei? Welche Rolle spielen Einsamkeits- und Diskriminierungserfahrungen im Hinblick auf die Anfälligkeit für radikale Positionen und Verschwörungsideologien? Wie kann antimuslimischer Rassismus im Bildungsbereich erkannt und bearbeitet werden? Wie lässt sich rassismuskritische Bildungsarbeit konkret im Unterricht umsetzen? Und wie können Betroffene von Rassismus und Antisemitismus im schulischen Kontext beraten und unterstützt werden?
Ziel des Fachtags ist es, gemeinsam Ansätze zu entwickeln, die langfristig im schulischen Alltag verankert werden können und so zu einer rassismuskritischen und demokratischen Schulkultur beitragen.
Bitte wählen Sie einen dreistündigen Workshop aus den Angeboten und einen Ersatzworkshop. Die Möglichkeit der Auswahl erfolgt bei der Anmeldung. Informationen zu den Workshops entnehmen Sie bitte dem Flyer.


Der Fachtag wird vom Trägerverbund der Landeskoordination Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage NRW ausgerichtet.

Die Veranstaltung geht von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr!

Hotels / Termine / Preise

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Dortmund - Kommende Dortmund Sozialinstitut des Erzbistums Paderborn
14.10.2026
Teilnahme ist kostenlos, jedoch ist eine Anmeldung im Vorfeld notwendig
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