HOLO-VOICES UND ZWEITZEUGENSCHAFT IM UNTERRICHT
Wie sieht Bildung über den Holocaust aus, wenn es keine
Zeitzeuginnen der NS-Verfolgung mehr gibt? ZWEITZEUGEN e.V.
gibt eine Antwort: Der Verein trägt (Über-)Lebensgeschichten weiter
und macht (junge) Menschen zu Zweitzeuginnen der Erinnerungen.
Der Ansatz spricht Herz, Kopf und Hand an: Persönliche
Geschichten werden durch niedrigschwellige Methoden ergänzt. So
wird Wissen über NS-Zeit, Holocaust und Antisemitismus bis heute
vermittelt und Handlungsmöglichkeiten für eigenes Engagement
aufgezeigt.
Dafür haben die ZWEITZEUGEN ein Angebot für Pädagoginnen
entwickelt, das wir exemplarisch kennenlernen. In einer Führung
durch die Ausstellung ›Unter Tage. Unter Zwang.‹ und am
Praxisbeispiel HOLO-VOICES nähern wir uns dem pädagogischen
Programm. Die Ausstellung behandelt Zwangsarbeit im NS-
Ruhrbergbau (und darüber hinaus), während HOLO-VOICES mithilfe
von Hologramm-Technik und KI die Interaktion mit Zeitzeuginnen
ermöglicht.
Gemeinsam reflektieren wir den Ansatz, unsere Rolle als
Vermittler*innen und lernen Methoden kennen, die im eigenen
Bildungskontext nutzbar sind.
