"EINGESCHLOSSEN - AUFGESCHLOSSEN"
In der Auseinandersetzung mit einem Eisenbahnwaggon für den Güter- und Viehtransport, der in Größe und Aufmachung den Waggons der Baureihe der ehemaligen Reichsbahn entspricht, die im Dritten Reich für Deportationen genutzt wurden, wird eine sinnliche Ebene für das Erfassen des Horrors des Nationalsozialismus geöffnet.
Dafür wird mit den Teilnehmer*innen der Güterwaggon aufbereitet und in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt, als darin Menschen in die Konzentrationslager deportiert wurden. Mit dieser physischen Bearbeitung wird Geschichte erzählt sowie Fragestellungen zur Gegenwart behandelt.
In einer künstlerischen, kreativen Bearbeitung mit den Ausdrucksmitteln Film und Ton werden diese Erfahrungen und Erlebnisse weitergeführt in das gemeinsame Bedenken einer Zukunftsvision, die die Warnungen aus der Vergangenheit beachtet, gleichzeitig die Nöte der Gegenwart aufnimmt und aus dieser Mischung eine Zukunftsvision entwickelt. Letztlich wird aus dem Güterwaggon ein Raum, der die Zukunftsvision der Teilnehmer*innen rezipierbar macht, ohne dabei Vergangenes wie Gegenwärtiges unberücksichtigt zu lassen. Geschichte wird somit emotional erfahrbar gemacht.
Themen
- Verstehen vergangener gesellschaftspolitischer Prozesse
- Gegenwärtige soziale und politische Entwicklungen
- Wege in Zukungsvisionen finden, für ein gerechtes und friedliches Miteinander
Begleitet werden die Teilnehmenden von zwei professionellen Medienfachkräften, einer ehrenamtlichen pädagogischen Projektbegleitung sowie professionellen Restaurateuren des kooperierenden Restaurierungsateliers „Die Schmiede“ GmbH.
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