VOM UNMUT ZUR REVOLTE

- die Bauernkriege in Thüringen 1525

„Der Große Deutsche Bauernkrieg“ des Jahres 1525 stellte den Höhepunkt einer langen Auseinandersetzung zwischen Unterdrückten und Unterdrückern dar. In einer Zeit wachsender Ungleichheit begehrten die Bauern auf, entwickelten programmatische Grundsätze für eine gerechtere Gesellschaft – und unterlagen.

Wir wollen an historischen Stätten und Museen dem Verlauf der Auseinandersetzungen nahekommen und Fragen beantworten: Was wollten die Bauern? Warum unterlagen sie? Welche Lehren können wir in heutigen Krisenzeiten ziehen?

In der geschichtsträchtigen Stadt Mühlhausen – der Wirkungsstätte Thomas Müntzers – können wir Geschichte hautnah erleben, bei Besichtigungen der bedeutenden Museen und Orte der Stadt. Ebenso fahren wir in Werner Tübkes Panorama Museum in Bad Frankenhausen – dem Ort der letzten Schlacht.

Wir schauen uns die Geschichte hinter der Geschichte genauer an und bewerten sie mit Blick auf die heutige Lage der Demokratie.

Ziel

Die Teilnehmenden erlernen Strategien zur (Re)aktivierung des persönlichen, gesellschaftlichen und politischen Partizipationsinteresses vor dem Hintergrund bedeutender historischer und gesellschaftlicher Umwälzungen, insbesondere vor dem Hintergrund des Ausgangs der Bauernkriege für die folgenden Jahrhunderte.

Themen

  • Darstellung der sozialen und wirtschaftlichen Lage im Spätmittelalter
    • Zentraler Kaiser und regionale Fürstentümer, Deutschland als Flickenteppich
    • Aufstände im Europa des ausgehenden Mittelalters
  • Deutschland und Europa im Übergang zur Neuzeit
    • Blick auf die Strukturen der europäischen Großmächte
    • Widersprüche zwischen Stadt und Land
  • Geschehnisse und Akteure
    • Die Bauernhaufen: wer waren sie, woher kamen sie?
    • Bundschuh und „Armer Konrad“
    • Reformation: Martin Luther und Thomas Müntzer
  • Ablauf und Bedeutung der Bauernkriege
    • Die Rolle von Adel und Klerus als Bremse gesellschaftlichen Fortschritts
    • Forderungen der Bauern zur Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage
    • Auswirkungen der Niederlage der Bauern auf die Folgezeit
  • Reflexion über die Bedeutung sozialer Proteste
    • Vergleich der gesellschaftlichen Bedingungen damals und heute
    • Erkennen der Hintergründe von sozialer Ungleichheit
    • Die Wichtigkeit der unabhängigen Organisierung

Das Seminar findet in der freien Jugendherberge Antoniq in Mühlhausen statt, ein mittelalterlicher Gebäudekomplex, der einst eines der ältesten Krankenhäuser Europas beherbergte. In dieser historischen Unterkunft werden die Seminarinhalte besonders anschaulich erlebbar. Dafür ist die Unterbringung nicht mit Hotelstandard vergleichbar, einen Fernseher gibt es nicht, WLAN ist dennoch verfügbar.


Bei diesem Angebot zahlt die/der Teilnehmende die Teilnahmegebühren.

Eigenständige Anreise. Anreise am Vortag bitte beim Seminarort eigenständig anfragen.

Beginn: Montag 10 Uhr, Ende: Freitag 15 Uhr
Hier findest du alle Termine zu diesem Seminarthema.

Dieses Seminar ist Teil unseres Angebotes nach dem AWbG NRW ("Bildungsurlaub").

Freistellungen für weitere Bundesländer sowie für Beamt*innen nach FrUrlV NRW und SUrlV können von uns nach deiner Anmeldung beantragt werden. Sprich uns gerne an! Bitte beachte, dass es zum Teil mehrere Wochen bis zum Erhalt der Freistellung braucht
 
Seminarnummer
BU-270061-025
Termin
21.06.2027 bis 25.06.2027
Seminarort
Mühlhausen - Freie Jugendherberge ANTONIQ
Übernachtung
Ja
Teilnahmegebühr
Seminarpauschale 235,- € (USt.frei) zzgl. 325,- € (Unterkunft/Verpflegung) zzgl. USt.
Referent*in
Marc Treude, Simon Aulepp
Zielgruppen
Beamt*innen
Interessierte Arbeitnehmer*innen
Status
Plätze vorhanden

Du findest deine gemerkten Seiten unter dem Menüpunkt "Service » Merkzettel".

ANSPRECHPARTNER*IN
Olga Hansen
Teamassistentin
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