STÄTTEN DES NAZITERRORS IN LITAUEN (VILNIUS UND KAUNAS)

„Ich habe überlebt, um zu erzählen.“ – Yitzhak Arad, Holocaust-Überlebender aus Vilnius, verweist mit diesem Satz auf die bleibende Verantwortung der Erinnerung. Wie gehen wir heute mit den Verbrechen des Nationalsozialismus um – und welche Konsequenzen ziehen wir daraus?

Die nationalsozialistische Besatzung Litauens führte zur nahezu vollständigen Vernichtung des einst reichen jüdischen Lebens in Vilnius, dem sogenannten „Jerusalem des Nordens“ und in der zweitgrößten Stadt des Landes Kaunas (früher Kovno). Unser Seminar führt zu zentralen Orten der Verfolgung und Erinnerung: Wir erkunden das ehemalige jüdische Viertel, beschäftigen uns mit der Geschichte des Ghettos von Vilnius und besuchen die Gedenkstätte Ponary (Paneriai) Memorial, einen der zentralen Orte der Massenerschießungen. Auch in Kaunas sehen wir einen solchen Ort: Das neunte Fort (IX Fortas).

Im Mittelpunkt unseres Seminars steht die Auseinandersetzung mit den Schicksalen der Menschen, die verfolgt, deportiert und ermordet wurden, ebenso wie mit Formen von Widerstand, Überleben und Erinnerung. Wir reflektieren Besatzung, Terror und Menschenfeindlichkeit und diskutieren die Gestaltung und Bedeutung von Gedenkstätten und Erinnerungskultur. Dabei stellen wir auch Bezüge zu aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen her – etwa zu Rassismus, Antisemitismus, rechtspopulistischen Entwicklungen sowie zu Fragen von Verantwortung und Zivilcourage in der Gegenwart.

Ziel des Seminars ist es, sich der historischen Realität zu stellen und individuelle Zugänge zum Verständnis des scheinbar Unverständlichen zu entwickeln. Auf Grundlage historischer Kenntnisse treten wir in den Austausch über eigene und vermittelte Erfahrungen mit Ausgrenzung, Diskriminierung und Verfolgung, aber auch über Beispiele von Menschlichkeit und Widerstand – etwa durch die „Gerechten unter den Völkern“.

Wir freuen uns auf dich!

Themen

  • Nationalsozialismus und Holocaust in Litauen
  • Jüdisches Leben in Vilnius und Kaunas – Vergangenheit und Gegenwart
  • Gedenkstättenarbeit und Erinnerungskultur
  • Reflexion der Formen, Möglichkeiten der Geschichtsvermittlung, des Gedenkens, der Aussöhnung, „Lernen aus der Geschichte“

Der Teilnahmebeitrag inkludiert Übernachtung im Doppelzimmer und Frühstück im ***/* Hotel, ein gemeinsames Abendessen am ersten Seminartag, Eintritte in Museen, Führungen, Übersetzungen, etc. Individuelle Anreise.

Bei diesem Angebot zahlt die/der Teilnehmende die Teilnahmegebühren.

Das Seminar beginnt in Vilnius.
Anreise: Sonntag den 05.09.2027
Beginn: Montag 9:00 Uhr; Ende: Freitag 14:00 Uhr

Anreiseempfehlung:
Mit dem Flugzeug: Direktflug Düsseldorf - Vilnius (Air Baltic), Dauer: ca. 2,5h, ab. 150€
Hier findest du alle Termine zu diesem Seminarthema.
Freistellungen für weitere Bundesländer sowie für Beamt*innen nach FrUrlV NRW und SUrlV können von uns nach deiner Anmeldung beantragt werden. Sprich uns gerne an! Bitte beachte, dass es zum Teil mehrere Wochen bis zum Erhalt der Freistellung braucht
 
Seminarnummer
BU-270054-045
Termin
05.09.2027 bis 10.09.2027
Seminarort
- Vilnius
Übernachtung
Ja
Teilnahmegebühr
895,- € // EZ-Zuschlag 180,- €. Details siehe oben
Referent*in
Thomas Prasser
Zielgruppen
Beamt*innen
Interessierte Arbeitnehmer*innen
Status
Plätze vorhanden

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ANSPRECHPARTNER*IN
Olga Hansen
Teamassistentin
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